Jazz_Exile – die neue JazzChur Bühne im Netz

In der fünften Episode von Jazz_Exile schauen wir gemeinsam in die Zukunft. JazzChur stellt euch acht junge Musiker*innen aus Graubünden vor. Sie alle haben Stücke aufgenommen und werden diese auch gleich selber ansagen. Und am Ende gehen wir noch einen Schritt weiter – wir schauen sozusagen in die Zukunft der Zukunft: Den Schlussakkord dieser Podcastepisode lassen Chor und Band der Oberstufe Flims erklingen.


LINE-UP JAZZ_EXILE EPISODE 5

"Mein Name ist Paula Mia Cadonau und ich bin in der schönen Surselva aufgewachsen. Seitdem ich meine Maturität an der Bündner Kantonsschule erlangt habe, lebe ich mit meinen Instrumenten in Zürich, um meiner Musik nachzugehen. Mein Hauptinstrument ist meine Stimme, welche ich selbst mit dem Klavier oder der Gitarre begleite. Um mir mein momentanes Dasein als werdende Musikerin zu finanzieren, arbeite ich als Künstlerbetreuung im Kaufleuten Zürich und lerne viele spannende Persönlichkeiten kennen. Ab August 2020 werde ich an der ZHdK Jazzgesang studieren."


Geboren und aufgewachsen ist Jérôme Keel in Bonaduz. Er besuchte den Schlagzeug-Unterricht bei Dario Sisera. Während seiner Zeit an der Kantonsschule Chur konnte Jérôme wertvolle Band-Erfahrung bei den „Kanti-S-Wings“ sammeln und im Rahmen des Schwerpunktfachs Musik drei Jahre lang E-Bass-Unterricht bei Luca Sisera und Martina Berther nehmen. Viel Inspiration und die Motivation, ein Musikstudium in Angriff zu nehmen, gaben ihm nebst seinen Mentoren auch die wöchentlichen Besuche der „Weekly Jazz“-Konzertreihe von Jazz Chur in der Marsöl-Bar. Derzeit studiert Jérôme an der Hochschule Luzern Jazz und ist in diversen Bands tätig, zum Beispiel der Bündner Neo-Pop-Band „Lime“ oder dem Luzerner Jazzquartett „Latitude“. Zudem arbeitet er seit einem Jahr als Schlagzeuglehrer an der Musikschule Schanfigg.


Melanie Danuser

Die fein silberne Diskokugel dreht sich langsam im Uhrzeigersinn und bespielt den Raum. Taumelnd, leise abhebend, ekstatisch schreiend und zärtlich tanzend erzählt die Singer-Songwriterin MEL vom sich selbst verlieren, sich nicht verlieben wollen und davon verkatert einsame Sonntagmorgen zu verbringen. Die 24jährige Bündnerin besingt die kollektiv spürbare Melancholie unserer Zeit, während vereinzelt bunte Lichtpunkte über Körper und Gitarre schweben. Sie lässt bei ihrer Performance mit jazzig süssen Tönen, flinkem Sprechgesang und tief gehendem Rufen immer wieder ein charmantes Augenzwinkern aufblitzen. Sie fühlt sich lebendig. Neben ihrem Solo-Projekt kreiert Melanie Danuser an der Seite von Bill Bühler im live-electronica Duo mischgewebe seit Anfang 2018 mit elektronischen Klangerzeugern, sphärischen Gitarrensounds, durchdringenden Beats und tief gehender Stimme, sonische Landschaften, die sich auf jeder Bühne neu erzählen. Die beiden jungen Musiker*innen gewannen das BandXOst Finale im November 2019 und fokussieren sich nun 100% auf ihr musikalisches Schaffen. Der Bachelor in Fine Arts an der ZHdK ist seit diesem Mittwoch 03.06.2020 im Sack und ganz viele spannende musikalische Projekte stehen an."


Valentin Bezzola ist im Unterengadin aufgewachsen. Seine Kindheit hat er zum grössten Teil am Schlagzeug oder vor dem Marimba verbracht. Mit dem Wegzug aus dem Elternhaus blieben diese Instrumente zurück. Ein neues musste her, schnell war klar, dass es der Bass - als Bindeglied zwischen Rhythmik und Harmonik - ist. Darauf folgten spannende Erfahrungen mit verschiedenen Bands, aus den Bereichen Pop, Rock, Soul und Jazz, auf der Bühne und im Studio.


Chiara Jacomet macht Musik, seit sie denken kann. Zurzeit steckt die Sängerin mitten im Vorstudium Jazzgesang am Konservatorium Winterthur, im Herbst 2020 beginnt sie mit dem Hauptstudium an der Hochschule Luzern für Musik. Mit ihrer Band "Chiara" hat sie vergangenen Dezember ihr Debütalbum "da mesanotg" veröffentlicht. Ihre Songtexte schreibt Chiara meist in ihrer Muttersprache romanisch, manchmal auch auf englisch. Musikalisch lässt sie einfliessen, was sie interessiert und inspiriert: Zur Zeit sind das vor allem Indie-Pop, Neo-Soul und Jazz, aber auch die zeitgenössische romanische Musik. 


Simon Steiner studiert an der HSLU den Master in Instrumental Pädagogik, Hauptfach Schlagzeug und ist freiberuflicher Schlagzeuger, Perkussionist und Musiker.  Mit verschiedenen Bands konnte er schon auf Bühnen in der ganzen Schweiz (z.B. Openair Lumnezia, oder Rock de Pistes) wie auch in Europa auftreten. Als Schlagzeuglehrer ist er steht’s darauf bedacht den Unterricht für die Schüler*innen individuell zu gestalten und auf die jeweiligen Interessen und Vorlieben einzugehen damit jede*r von Anfang an Freude ans Musizieren findet. 


Für Fiona Cavegn existieren keine Konventionen. Mit altklugen Sprüchen und einer guten Portion Selbstironie spaziert sie durchs Leben. Gnadenlose Kritik an verliebte Pärchen (amurus), unverblümte Ausgangsgeschichten (nocturne no. 1) und rosige Liebeserklärungen an die Musik (ina presa) bilden einen ungewohnten Kontrast zueinander. Anfang 2019 beginnt sie diese neue Sache: Eine sukzessive Veröffentlichung von rätoromanischen und englischen Singles, die in einem gemütlich dahintreibenden Strom aus jazzigem Neo-Soul schwimmen lernen. Die Single «Mona Lisa» war 1 Monat lang «all for 1» Song auf mx3. Auch jetzt noch ist sie dort On Air. Dann die Single Nummer 2: «Then we talked». Diesmal ein englischer song. Schlicht und einfach ehrlich.


"Ich heisse Marco Grischott, bin 22 Jahre alt und komme aus Waltensburg/Vuorz in der Surselva. Als ich mit 9 Jahren anfing Gitarre zu spielen, merkte ich, dass ich das wohl eine weile machen werde. Mit 12 begann ich in Bands und kleinen Formationen mitzuspielen und tat dies seit dem in verschiedenen Genres und von kleinen Bars bis hin zu grösseren Open Airs. Ich absolvierte die Talentschule Ilanz, das Gymnasium in Chur und landete jetzt schlussendlich an der ZHdK in Zürich, wo ich jetzt im zweiten Jahr Jazz-Gitarre studiere. Momentan bin ich Mitglied in 3 Bands, wo ich Gitarre spiele, singe und Songs komponiere."


Jedes Jahr bereiten sich der Chor und die Band der Oberstufe Flims auf ihr gemeinsames Konzert vor - unter der Leitung ihres Musiklehrers Christian Müller. Dazu gehört auch der Besuch im Tonstudio Powerplay in Zürich, um einen der Songs professionell aufzunehmen und einen Blick in die grosse Welt des Musikgeschäfts zu werfen. Doch in diesem Schuljahr kam es bekanntlich komplett anders. Auch das angesagte Konzert fiel dem Coronavirus zum Opfer. Kurz um: Die Sänger- und Musiker*innen nahmen das Lied «Mo’ Better Blues» spontan im sehr improvisierten Schulstudio auf.

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Ralf Dombrowski

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